Inhalt der Website: Die Domleschger Sommerkonzerte 2006 - Das Kammermusik-Festival in Graubünden vom 23.07. bis 06.08.
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Wen-Sinn Yang, geboren 1965 in Bern, taiwanischer Abstammung, studierte in Zürich und Berlin bei Claude Starck und Wolfgang Boettcher und später in Meisterkursen bei Janos Starker und David Geringas. Von 1989 bis 2005 spielte er als erster Solocellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Seit dem ersten Preis beim internationalen Musikwettbewerb in Genf 1991, tritt er in bedeutenden Konzertsälen Europas und Asiens auf - mit renommierten Dirigenten wie Lorin Maazel, Sir Colin Davis, Wolfgang Sawallisch, Semyon Bychkov und Yuri Termirkanov. Wen-Sinn Yang’s breites Repertoire ist auf über 20 CD-Einspielungen dokumentiert. Darin finden sich Standardwerke wie die Solosuiten von J.S. Bach und Konzerte von Boccherini, Haydn, Schumann, Dvořák und Tschaikovsky. Als Anwalt für wenig bekannte, hoch virtuose Cellomusik nahm Yang die Cellokonzerte von Carl Y. Davidoff und die Capriccios für Cello solo von Alfredo Piatti und Heiner Reitz auf. Als Mitglied im Spiller Trio München und dem Busoni Ensemble widmet er sich intensiv der Kammermusik.
Wen-Sinn Yang geniesst auch als Pädagoge einen hervorragenden Ruf. Von 1995 bis 1997 unterrichtete er an der Musikhochschule Saarbrücken. Seit September 2002 leitet er eine Celloklasse am Richard-Strauss-Konservatorium München. 2005 wurde Yang als Professor an die Musikhochschule München berufen.
Künstlerischer Leiter der dosoko seit 1998.

Ana Chumachenco lebt in München und unterrichtet dort an der Musikhochschule. Sie gehört zu den bedeutendsten Geigerinnen ihrer Generation. In unzähligen Konzerten im In- und Ausland verzaubert sie das Publikum mit ihrem singenden Geigenton. Ihre eindringlichen Interpretationen ziehen Zuhörer und Mitspieler in ihren Bann. Seit bald 30 Jahren hält sie den Domleschger Sommerkonzerten die Treue.
Gründungsmitglied der Domleschger Sommerkonzerte 1978.

Anja Röhn wurde 1975 in Stockholm geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie entstammt einer traditionsreichen Musikerfamilie und erhielt ihre musikalische Grundausbildung beim Vater. Später studierte sie in München bei Kurt Guntner und schloss dort mit dem Meisterklassendiplom ab. Ein Stipendium vom Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD ermöglichte ihr ein zweijähriges Studium bei Shmuel Ashkenasi in Chicago. Weitere musikalische Anregungen erhielt sie auf Meisterkursen bei Ana Chumachenco, Ida Haendel, Herman Krebbers, Igor Oistrach und Joseph Silverstein.
2001 gewann Anja Röhn den 1. Preis beim Jeunesses Musicales International Music Competition in Bukarest. Sie ist in vielen europäischen Ländern und in den USA als Solistin aufgetreten, u.a. im Salle Gaveau in Paris mit dem Violinkonzert von Beethoven. Seit 2002 ist Anja Röhn Konzertmeisterin im Luzerner Sinfonieorchester. Ausserdem widmet sie sich intensiv der Kammermusik und tritt regelmässig in verschiedenen Formationen auf.

Oscar Lysy gehört zusammen mit seiner Frau Ana Chumachenco sowie mit Touty und Robert Hunziker-Druey zu den Gründern der Domleschger Sommerkonzerte. Er ist ein gefragter Kammermusikpartner und regelmässig Mitwirkender bei internationalen Kammermusikfestivals wie z.B. Kuhmo in Finnland. Oscar Lysy lebt in München und spielt als erster Solobratschist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Gründungsmitglied der Domleschger Sommerkonzerte 1978.

Taia Lysy-Refardt entstammt einer Musikerfamilie. Sie wurde in Lissabon geboren und wuchs in München auf. Ihren ersten Unterricht erhielt sie bei Ihren Eltern. Später studierte sie bei Franz Beyer und Thomas Riebl an den Musikhochschulen in München und Salzburg, worauf ein Studium in den USA bei Richard Young und dem Vermeer-Quartett folgte. Schon mit 18 Jahren erhielt sie einen Vertrag im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, wo sie unter allen großen Dirigenten wie Leonard Bernstein, Carlos Kleiber, Lorin Maazel, Colin Davis, Ricardo Muti und Mariss Jansons spielte. Zwischen 1999 und 2002 spielte sie an der Bayerischen Staatsoper unter Zubin Mehta. Später folgten Aushilfstätigkeiten in der NDR Radiophilharmonie Hannover und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Daneben gilt ihr großes Interesse stets der Kammermusik, wo sie u.a. mit Persönlichkeiten wie Ingolf Turban, Eduard Brunner, Ana Chumachenco und Wen-Sinn Yang musizierte.

Der Cellist Daniel Lysy wurde in Zürich geboren und wuchs in einer Musikerfamilie auf. Er erhielt zunächst Cellounterricht bei Walter Nothas, bevor er zum Studium an die Yehudi-Menuhin-Academy nach Gstaad wechselte. Schon in jungen Jahren trat Daniel Lysy international auf, sowohl als Solist wie auch mit Kammerorchestern (Camerata Lysy) und verschiedenen Kammermusikpartnern.

Heinrich Braun erhielt seinen ersten Instrumentalunterricht mit sieben Jahren auf der Violine. Seit seinem siebzehnten Lebensjahr spielt er Kontrabass. Bereits ein Jahr später ging er als Preisträger aus dem Wettbewerb "Jugend musiziert" hervor. Nach dem Abitur studierte er an der Hochschule für Musik Würzburg bei Professor Günter Klaus. 1980 schloss er sein Studium "mit Auszeichnung" ab. Meisterkurse bei Franco Petracchi und Ludwig Streicher ergänzten seine Ausbildung. Sein Studium komplettierte er 1985 mit dem Meisterklassendiplom. Heinrich Braun ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Seit 1982 ist Heinrich Braun Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und seit 1983 dessen 1. Solokontrabassist.
Neben seiner Vorliebe für Barockmusik setzt sich Heinrich Braun auch für zeitgenössische Musik ein. So spielte er die Uraufführung des Kontrabasskonzertes von Thomas Bracht für den Bayerischen Rundfunk ein.
Als gefragter Kammermusiker ist er bei Festivals im In- und Ausland mit verschiedenen Ensembles zu hören. Neben seiner Orchester- und Kammermusiktätigkeit widmet sich Heinrich Braun zunehmend der Nachwuchsförderung.

Der Schweizer Klarinettist Eduard Brunner geniesst als Interpret und Lehrer einen internationalen Ruf. Er war über 18 Jahre Soloklarinettist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und lehrt heute an der Musikhochschule Saarbrücken. Sein ungewöhnlich breites Repertoire ist auf vielen Schallplatten und CDs dokumentiert. So hat er nebst den Klarinettenkonzerten von Carl Stamitz und Franz Krommer auch zeitgenössische Musik aufgenommen. Die Solo-CD "Dal niente" mit Werken von Stravinsky, Stockhausen und Boulez ist 1997 erschienen.

Malte Refardt, Fagott,wurde 1974 in Hamburg geboren. Schon während seiner Schulzeit war er Mitglied in der Kammermusikklasse der Musikhochschule seiner Heimatstadt. Er studierte ab 1995 bei Dag Jensen in Essen und Hannover und absolvierte das Konzertexamen bei Georg Klütsch in Weimar und Köln. Während des Studiums war er Mitglied im Orchester des Schleswig-Holstein Musik Festivals sowie Solofagottist des Gustav-Mahler-Jugendorchesters und des Mahler Chamber Orchestra. Nach Zeitverträgen als Solofagottist bei den Essener Philharmonikern sowie an der Bayerischen Staatsoper ist Malte Refardt seit 2002 Solofagottist der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Neben Aushilfstätigkeiten in den grossen deutschen Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester, den Bamberger Symphonikern oder auch dem Ensemble Modern erhält er regelmässig Einladungen nach Japan als Solofagottist im Saito Kinen Orchestra. Daneben gilt sein reges Interesse der Kammermusik, bei der er u.a. mit Persönlichkeiten wie Eduard Brunner, Natalia Gutmann oder Wen-Sinn Yang zusammen musizierte. Seit dem Sommersemester 2005 unterrichtet Malte Refardt als Professor für Fagott an der Folkwang Hochschule in Essen.

Im Alter von 11 Jahren erhielt Volker Grewel den ersten Hornunterricht in seiner Heimatstadt Velbert. Nach der Schulzeit absolvierte er sein Hornstudium bei Professor Wolfgang Wilhelmi an der Folkwang Musikhochschule Essen, sowie bei Professor Erich Penzel an der Musikhochschule Köln. Er war Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie sowie im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft (ECYO), bevor er 1989 Mitglied des Beethoven Orchesters Bonn wurde.
1990 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Velbert. Seit September 2003 ist er Solohornist im Beethoven Orchester Bonn.
Als Mitglied des Ma´alot Quintettes widmet er einen großen Teil seiner Zeit der Bläserkammermusik.

Der Schweizer Pianist Adrian Oetiker verfolgt seit vielen Jahren eine weltweite Karriere. Er ist erfolgreich als Solist und Kammermusiker, gleichzeitig ist er ein gefragter Pädagoge.
Nach dem ersten Klavierunterricht bei seinem Vater und bei Hans-Rudolf Boller studierte er in der Meisterklasse von Homero Francesch am Konservatorium Zürich und bei Bella Davidovich an der Juilliard School in New York. Auch Lazar Berman zählte zu seinen Lehrern. Schon früh erhielt er verschiedene nationale Preise und Stipendien, und bald folgten Erfolge an internationalen Wettbewerben (Clara Haskil, Dublin, Köln u. a.). 1994 wurde ihm für die Gründung des Kammermusikfestivals St. Gallen der Kulturförderungspreis seiner Heimatstadt verliehen. 1995 gewann er den internationalen Klavierwettbewerb der ARD in München. Seit 1996 unterrichtet er eine Berufs- und Konzertklasse an der Musikhochschule Basel.
Seine Konzerte in Europa, Amerika und Australien brachten ihn zusammen mit vielen Orchestern, darunter das Tonhalle-Orchester Zürich, das Symphonie-Orchester des Bayrischen Rundfunks und das Irish National Symphony Orchestra. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Homero Francesch, Eduard Brunner, das Aria-, Amati- und Carminaquartett, Mitglieder der Berliner Philharmoniker und viele andere befreundete Musiker.

Karl Kaiser ist Laienmusiker und Arzt. Er arbeitet in einer Praxisgemeinschaft in Thusis. Zur Familie Lysy hat er als ihr „Ferienhausarzt“ (Ferien-Hausarzt? oder Ferienhaus-Arzt?) eine freundschaftliche Beziehung.
Das Klavierspiel braucht er als Ausgleich zum Beruf. Er spielt in verschiedenen Formationen Kammermusik, begleitet Sänger und hilft als Korrepetitor z.B. beim Ausserdomleschger Kirchenchor.
Sein musikalischer Höhepunkt war ohne Frage der Duo-Abend mit Ana Chumachenco an den Domleschger Sommerkonzerten 2005.

Geboren am 31. Januar 1947 in Zürich. Besuch der Rudolf-Steiner-Schule, dann des Lehrerseminars in Zürich. 1969 bis 1971 Theaterausbildung an der Ecole Jacques Lecoq in Paris. Seither tätig als freischaffender Theaterregisseur, Schauspieler, und Pädagoge. Theaterunterricht an der Schauspiel-Akademie, der Piccola Commèdia dell'Arte, der comart und bei Till-Theaterpädagogik in Zürich. Auftritte mit der Theatergruppe Pazzi's Wanderbühne und der Gesangsgruppe Lala-Quintett. Kinder- und Familienkonzerte zusammen mit Ruth Girod oder Meret Hottinger im In- und Ausland. Mitwirkung in mehreren Film- und Fernsehproduktionen. Zahlreiche Inszenierungen von Theaterstücken mit verschiedenen Ensembles, Chören, Mittel- und Hochschulklassen.

Bereits seit 1943 gibt es den Orchesterverein Thusis und Umgebung. Agnes Byland trat 1975 als Dirigentin in die Fussstapfen ihres Vaters und leitet unser Liebhaberorchester seit mehr als dreissig Jahren mit sehr viel persönlichem Engagement und ihrem grossen musikalischen Können.
Was ist das Besondere am Orchesterverein Thusis?
In der Festschrift zum 50 Jahrjubiläum habe ich die folgenden persönlichen Worte unserer Dirigentin gefunden:
Das Besondere am Orchesterverein Thusis ist, dass er „unser Orchester“ ist. Er besteht aus uns, er lebt durch unser Leben, unsere Arbeit, unsere Freude und gibt uns dieses Leben, diese Freude in der Arbeit in reichem Masse zurück. Wir haben als Laien das Glück, ohne Konkurrenz musizieren zu können. Wir geben unser Bestes und sind nur uns selbst verpflichtet.
Dieses Miteinandermusizieren mit ganz verschiedenen Menschen verbindet uns stark und Freude haben wir, wenn ab und zu eine Geige, eine Bratsche oder ein Cello neu zu uns dazu stösst.
Mit dem Kirchenchor Concordia Ausserdomleschg verbindet uns eine jahrelange, wertvolle, musikalische Zusammenarbeit, sei es in grösserer oder kleinerer Besetzung.
Die Domleschger Sommerkonzerte vor fünf Jahren sind uns allen noch in bester Erinnerung und wir freuen uns ausserordentlich, dass wir diese Konzertwoche mit der speziellen „Sommerluftatmosphäre“ wieder mitgestalten dürfen.

Der Kirchenchor Concordia Ausserdomleschg wurde 1974 gegründet. Damals schlossen sich die Kirchenchöre von Tomils und Paspels unter Johann Decasper zusammen. Seit 1975 wird der Chor von Rico Caviezel dirigiert.
Neben den kirchlichen Werken werden im Chor weltliche Lieder, sowie Gospels und auch neuzeitliche Musik geprobt und aufgeführt. Im Jahresprogramm verankert sind regelmässige Auftritte in den Kirchen des Domleschgs, der Besuch von Gesangsfesten und die Organisation von gesellschaftlichen Veranstaltungen. Zur Tradition geworden sind die Auffahrtskonzerte in der Kirche Tomils, letztmals im Jahr 2006 mit der Aufführung der „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart.
Im Jahr 2004 feierte der Chor sein 30- jähriges Bestehen. Mit einem „Offenen Singen“ und dem „Musikalisch-historischen Abend“ in der Kirche Tomils beschritt der Chor ungewohnte Wege, indem er das Publikum in die Aktivitäten miteinbezogen hat.
Immer wieder bietet der Chor Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, gemeinsam zu musizieren. So spielte im Bettagsgottesdienst 2005 ein eigentliches Jugendstreichorchester unter der Leitung von Agnes Byland.
Eine lange und schöne Zusammenarbeit gibt es mit dem Orchesterverein Thusis, sei es bei Konzerten oder an kirchlichen Feiertagen.
Der knapp 40 Mitglieder zählende Chor hat sich für das Jubiläumskonzert im Juli 2008 projektartig vergrössert. Seit Oktober 07 proben rund 65 Sängerinnen und Sänger aus dem Domleschg und Umgebung. Mit Elan und grossem Einsatz wurde geübt und der Chor freut sich mit allen weiteren Beteiligten auf dieses Konzert.